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Das Fleißerhaus – Ein Fall für den Archäologen Drucken

Das Fleißerhaus in der Kupferstraße 18, das zur Zeit zusammen mit dem benachbarten Haus Nr. 16 saniert wird, beschäftigt die Archäologen. Bei der notwendigen Angleichung des Bodenniveaus waren "Eingriffe in die untertägige Denkmalsubstanz" unvermeidlich. Da sich die beiden Häuser an einer "Nahtstelle der früheren Stadtentwicklung" befinden, untersucht man jetzt sehr gründlich, ob hier, wie schon länger vermutet, der Befestigungsgraben der Gründungsstadt des 13. Jahrhunderts verläuft.

Das dreigeschossige Fleißerhaus ist bereits aus dem berühmten Stadtmodell des Jakob Sandtner aus dem 16. Jahrhundert bekannt. Bei den aktuellen Ausgrabungen wurden Reste eines Vorgängerbaus und Spuren unterschiedlichster Raumnutzung entdeckt sowie Fundmaterial (Kacheln, Steinzeug, etc.) sichergestellt.

Genauere Informationen zur Hausgeschichte könnten möglicherweise ein Element im Konzept der Marieluise Fleißer-Gedenkstätte sein, die nach der Sanierung des Hauses in allen drei Stockwerken vor allem Leben und Werk der berühmten Tochter Ingolstadts präsentieren soll. Spätestens 2018 soll das Haus wieder zugänglich sein.