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Das Fleißerhaus – Ein Fall für den Archäologen Drucken

Das Fleißerhaus in der Kupferstraße 18, das zur Zeit zusammen mit dem benachbarten Haus Nr. 16 saniert wird, beschäftigt die Archäologen. Bei der notwendigen Angleichung des Bodenniveaus waren "Eingriffe in die untertägige Denkmalsubstanz" unvermeidlich. Da sich die beiden Häuser an einer "Nahtstelle der früheren Stadtentwicklung" befinden, untersucht man jetzt sehr gründlich, ob hier, wie schon länger vermutet, der Befestigungsgraben der Gründungsstadt des 13. Jahrhunderts verläuft.

Das dreigeschossige Fleißerhaus ist bereits aus dem berühmten Stadtmodell des Jakob Sandtner aus dem 16. Jahrhundert bekannt. Bei den aktuellen Ausgrabungen wurden Reste eines Vorgängerbaus und Spuren unterschiedlichster Raumnutzung entdeckt sowie Fundmaterial (Kacheln, Steinzeug, etc.) sichergestellt.

Genauere Informationen zur Hausgeschichte könnten möglicherweise ein Element im Konzept der Marieluise Fleißer-Gedenkstätte sein, die nach der Sanierung des Hauses in allen drei Stockwerken vor allem Leben und Werk der berühmten Tochter Ingolstadts präsentieren soll. Spätestens 2018 soll das Haus wieder zugänglich sein.

 
Lesestoff zur Fleißer Drucken

"Bereits ein Jahr alt, aber nahezu unentdeckt geblieben" - das schreibt Rolf Hürzeler über das Bilderbuch "Im Wirtshaus ist heut Maskenball ...", das im November vergangenen Jahres im Rahmen des 2. Fleißer-Weekends "Drei Mal Fleisser" der Öffentlichkeit präsentiert wurde. In der Schweizer Zeitschrift "kulturtipp" würdigt der Rezensent die "ebenso skurrile wie lebensfrohe Szenenfolge", sie belege "trotz der vordergründigen Unbeschwertheit" die persönliche Tragik der Fleißer. Das Buch ist bei der Fleißer-Gesellschaft und im Buchhandel erhältlich.

Zu den jüngsten Publikationen zum Werk von Marieluise Fleißer zählt auch der Band 10 der Schriftenreihe der Fleißer-Gesellschaft. Er enthält die erst 1996 entdeckten Erzählungen Fleißers "Der Wellensittich" und "Der Geizhals und die Tochter". Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Pittrof und Klaus Gültig, Neffe und Verwalter des Nachlasses der Fleißer, steuern Aufsätze zu den Erzählungen bei. Das Heft 10 der Schriftenreihe ist bei der Fleißer-Gesellschaft (Tel. 0841/47404) erhältlich.

 
Lesung im Stadtmuseum II Drucken
Mittwoch, den 22. April 2015 um 07:44 Uhr

"Erfolg durch literarische Blicke auf die Welt des Sports" ist die Lesung im Barocksaal des Ingolstädter Stadtmuseums, Auf der Schanz 45, überschrieben. Sascha Römisch und Carola Schlagbauer lesen musikalisch unterstützt, Texte unter anderem von Marieluise Fleißer, die dokumentieren, dass und wie "der Sport und die ihn tragenden Haltungen  in den 1920er-Jahren einen unaufhaltsamen Aufstieg zu einem von der Gesellschaft respektierten Phänomen" erlebten.

 
Lesung im Stadtmuseum Drucken

Prägnante, abwechslungsreiche literarische Porträts – etwa von Ludwig II. oder Bert Brecht – aus der Feder Marieluise Fleißers liest Dr. Manfred Schuhmann am Sonntag, den 1. Februar, um 11 Uhr im Barocksaal des Ingolstädter Stadtmuseums, Auf der Schanz 45. Die "musikalisch gerahmte und filmisch illustrierte Veranstaltung" lässt miterleben, so die Veranstalter, "wie und warum es Marieluise Fleißer gelang, sich aus dem jungen Star der 1920er-Jahre zum attraktiven Star der Jungen in den 1960ern zu verwandeln".

 
Dreimal Fleißer – die Zweite Drucken
Donnerstag, den 13. November 2014 um 08:13 Uhr

Noch ein Wochenende zum Gedenken an Marieluise Fleißer

22. und 23. November 2014

Zu Beginn dieses Jahres gedachten die Marieluise-Fleißer-Gesellschaft und das Stadttheater Ingolstadt ein Wochenende lang mit hochkarätigen kulturellen Veranstaltungen des 40. Todestags der Ingolstädter Dichterin. Mit drei Veranstaltungen, die in Kooperation mit dem Kunstverein Ingolstadt und dem Kulturamt der Stadt realisiert werden konnten, schließt die Fleißer-Gesellschaft jetzt das Gedenkjahr ab.

Zu allen Veranstaltungen freier Eintritt.


Helga Fanderl: Marieluise Fleißers Kleider

Kunstausstellung mit Videoinstallation
Ausstellungseröffnung mit Künstlergespräch

22. November, 18:00 Uhr, Galerie im Stadttheater

Von Marieluise Fleißers modischen Vorlieben zeugt eine erstaunliche Sammlung von Stoffcoupons, Knöpfen, Kleidern, Kostümen und Hüten. Helga Fanderl geht der eigenwilligen Ästhetik dieses Nachlasses nach, der für ihre Filmaufnahmen aus Schränken, Koffern, Schachteln und Tüten an die Luft gebracht und bewegt wurde. Hüte fliegen, Farben und Muster der Stoffe scheinen auf und verschwinden. Knöpfe tanzen, Kleider schaukeln im Baum oder fallen wie Blätter. Ihre Kamera nähert sich ihnen, tastet sie ab wie rätselhafte Dinge oder Landschaften, verdichtet und rhythmisiert sie.

Aus dem digitalisierten Filmmaterial entstand eine auf den Ausstellungsraum bezogene Videoinstallation. Auf sechs parallelen Leinwänden entfaltet sich räumlich und zeitlich eine dichte visuelle Choreographie von Formen, Farben und Bewegungen. Die Ausstellung evoziert Marieluise Fleißers Anwesenheit in der Abwesenheit – eine Hommage.

Eine Kooperation zwischen Kunstverein Ingolstadt, Marieluise-Fleißer-Gesellschaft und Kulturreferat der Stadt Ingolstadt

Ausstellungsdauer: 23.11.2014 – 11.01.2015, Do – So, 11-18 Uhr

Finissage mit Filmabend: 11.01.2015, 11 Uhr


„Ich ahnte den Sprengstoff nicht“

Ausstellung zu Leben und Werk der Dichterin Marieluise Fleißer

23. November, 11:00 Uhr, Foyer des Stadttheaters

Beim diesjährigen Erlanger Poetenfest, das der vor 40 Jahren verstorbenen Marieluise Fleißer und ihrem literarischen Schaffen in mehreren Programmpunkten besondere Aufmerksamkeit schenkte, wurde die Wander-Ausstellung „Ich ahnte den Sprengstoff nicht“ zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Im Auftrag der Stadt Ingolstadt und der Marieluise Fleißer-Gesellschaft haben Karl Manfred Fischer und Lisa Puyplat diese Dokumentation auf 20 Tafeln zusammengestellt. Sie präsentieren sie nun in der Geburtsstadt der Dichterin.


„Im Wirtshaus ist heut Maskenball ...“ – Bilderbuch für Klaus-Dieter und Gerdi

Buchvorstellung mit Podiumsdiskussion

23. November, 11:45 Uhr, Foyer des Stadttheaters

Aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gibt es nur wenige Zeugnisse des Schaffens der Marieluise Fleißer. Mit dieser Faksimile-Ausgabe eines mit eigenen Collagen gestalteten Buchs kann ein ganz außergewöhnlicher Fund der Bibliographie der Fleißer hinzugefügt werden. Klaus Gültig, einer der beiden Neffen Fleißers, denen dieses Bilderbuch gewidmet ist, beschreibt es als eine „skurrile Entdeckung, die Fleißer von einer ganz neuen, bisher unbekannten Seite zeigt. Es gibt Einblick in ihre überraschende mütterliche Zugewandtheit ihren kleinen Neffen gegenüber und zeigt weiter ihre Souveränität im grafischen Bereich bei der Gestaltung dieses collagierten Bilderbuchs“.

Podiumsdiskussion mit:

Bernhard Echte, Verleger, Wädenswil/Schweiz

Annette Hülsenbeck, Dozentin für Textilwissenschaft, Osnabrück

Klaus Gültig, Neffe und Nachlassverwalter von Marieluise Fleißer

Das Bilderbuch von Marieluise Fleißer „Im Wirtshaus ist heut Maskenball ...“ ist als Faksimile mit einem 48-seitigigen Begleitheft mit Privatfotos und Aufsätzen von Annette Hülsenbeck, Eva Pfister und Klaus Gültig im Nimbus-Verlag von Bernhard Echte erschienen und bei der Buchpräsentation erhältlich.

Mitglieder der Fleißer-Gesellschaft können das Buch gegen einen Unkostenbeitrag von 25 Euro erwerben.

 

Wichtiger Hinweis für alle Mitglieder der Marieluise-Fleißer-Gesellschaft:

Am Samstag, 22. November, findet die ordentliche Mitgliederversammlung mit Neuwahlen statt.

16:30 Uhr, Vorraum Werkstattbühne des Stadttheaters Ingolstadt

 

 
Fleißerpreis 2015 für Ulrich Peltzer Drucken

Den mit 10.000 Euro dotierten Marieluise Fleißer-Preis erhält in diesem Jahr der Autor Ulrich Peltzer. Laut Jury sei der 1956 in Krefeld geborene Peltzer "ein politischer Autor, der in seinen sorgfältigst erarbeiteten Romanen sprachlich anspruchsvoll immer wieder den Veränderungen in der Gesellschaft nachspürt".

Die Preisverleihung findet am Sonntag, 22. November, um 18 Uhr im Foyer des Stadttheaters Ingolstadt statt.

 

 

 
Fleißerhaus geschlossen Drucken
Donnerstag, den 26. März 2015 um 17:08 Uhr

Das Fleißerhaus, das Geburtshaus von Marieluise Fleißer, das die Stadt Ingolstadt seit November 2001 als Dokumentationsstätte betreibt, ist wegen Sanierung bis 2016 geschlossen. Veranstaltungen zum Thema Fleißer finden weiterhin statt, und zwar im Barocksaal des Stadtmuseums, Auf der Schanz 45. Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten des Stadtmuseums.

 
Mitgliederversammlung mit Neuwahlen Drucken

In der 18. ordentlichen Mitgliederversammlung der Marieluise-Fleißer-Gesellschaft am vierten Novemberwochenende standen turnusmäßige Neuwahlen an. Das Vorstandsteam wurde weitestgehend bestätigt. Der neue alte erste Vorsitzende Kurt Finkenzeller bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern Paul Schönhuber und Donald Berkenhoff, die nicht mehr antraten. Den Posten Schönhubers als Schriftführer übernimmt künftig Judith Lichtblau. Dem Vorstand gehören desweiteren an: Gabriel Engert (zweiter Vorsitzender), Edmund Hausfelder (Geschäftsführung) sowie Klaus Gültig, Michael Heberling, Dr. Isabella Kreim, Gudrun Rihl, Florian Schneider und Dr. Hermann Widmann.

 

 

 
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